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IGNah
INTERESSENGEMEINSCHAFT
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Die historische
Sonderverkehr auf der Linie 77

Die Linie 77 werden Sie vergeblich auf dem Liniennetzplan der Magdeburger Verkehrsbetriebe suchen. Denn mit der Liniennummer 77 erinnert unser Verein IGNah an die Aufnahme des Trambahnbetriebes in der Stadt im Jahre 1877.
Mit der Linienführung der 77 (Sudenburg – Hasselbachplatz – Hauptbahnhof – Strombrücke Herrenkrug) lassen wir die Geschichte der Magdeburger Straßenbahn lebendig werden.

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IMPRESSUM

Unser Verein
betreut im Auftrag
der Magdeburger Verkehrsbetriebe
die historische Fahrzeugsammlung
im Museumsdepot Sudenburg

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Linie7702Auf dem Abschnitt Sudenburg – Hasselbachplatz fahren wir auf der allerersten Pferdebahnstrecke, die, am 16. Oktober 1877 in Betrieb genommen, vom Depot Sudenburg über den Breiten Weg durch die Innenstadt zur Sackstraße (nahe Am Krökentor) führte.

Am Hasselbachplatz verlassen wir diese Trasse und fahren zum Hauptbahnhof, der am 15. Mai 1873 eröffnet wurde und sich zum bedeutenden Eisenbahnverkehrsknoten Mitteldeutschlands entwickelte. Vom einstigen »Centralbahnhofe« setzen wir die Fahrt in Ost-West-Richtung durch die Innenstadt auf einem Linienweg fort, auf dem am 18. Juli 1899 der elektrische Straßenbahnbetrieb aufgenommen wurde. Die Linie führte damals von der Olvenstedter Straße über den Alten Markt und die Elbe-Strombrücke auf den Großen Werder.

Wir fahren jedoch weiter über den Werder und die Alte Elbe zum Heumarkt. Hier war der Ausgangspunkt der Dampfstraßenbahn in den Herrenkrug, die erstmals am 14. Juni 1886 verkehrte und am 21. März 1900 auf elektrischen Betrieb umgestellt wurde. Die Wartehalle an der Endstelle Herrenkrug stammt übrigens noch aus der Dampfbahnzeit!

Zwischen 1973 und 1983 ersetzten aus wirtschaftlichen Gründen Omnibusse die Straßenbahn auf der reizvollen Strecke in den Herrenkrug. Als Dieselkraftstoff aufgrund gestiegener Rohölpreise teurer wurde, kehrte die umweltfreundliche Straßenbahn zurück. Auf der Linie 6 Hauptbahnhof – Herrenkrug fuhren sogenannte Tatra-»Hängerzüge«, bestehend aus Trieb- und Beiwagen.

Bis zur vorübergehenden Einstellung des Straßenbahnbetriebs in den Herrenkrug und zur Berliner Chaussee im September/Oktober 1973 verdienten sich die legendären Hechtwagen auf der Linie 5 Olvenstedter Platz – Berliner Chaussee und auf der Linie 6 ihr Gnadenbrot. Diese Triebwagen konnten nur mit einem Beiwagen behängt werden und kamen deshalb auf weniger frequentierten Linien zum Einsatz. Auf vielfachen Wunsch unserer Besucher setzen wir in diesem Jahr auf der »77« wieder die »richtig alten« Straßenbahnen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ein – auch den Hechtwagen Nr. 70

Ralf Kozica, Fotos aus der Sammlung Horst Wiesener

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