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IGNah
INTERESSENGEMEINSCHAFT
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Die historische
Rostocker kamen zum Tatra-Gucken

Ein wichtiger Teil der Vereinsarbeit der IGNah ist neben der Erhaltung und Pflege der historischen Straßenbahnen, auch die Beziehungspflege zu anderen Straßenbahnvereinen.Und so öffneten wir am 12. Juli gern die Tore unseres Depots für die Rostocker Nahverkehrsfreunde. Im Vorfeld des Besuchs ging ein kurzer, aber eindringlicher Wunschzettel bei uns ein: Fahrten mit TATRA-Straßenbahnen. Jeder Straßenbahnfan schätzt offenbar das als besonders erstrebenswert ein, was er selbst nicht besitzt. Denn bei der Rostocker Straßenbahnen AG RSAG fahren derzeit nur noch modernisierte T6-Triebwagen mit Niederflurbeiwagen.

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IMPRESSUM

Unser Verein
betreut im Auftrag
der Magdeburger Verkehrsbetriebe
die historische Fahrzeugsammlung
im Museumsdepot Sudenburg

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In Magdeburg ist die TATRA-Welt noch in Ordnung. In der historischen Fahrzeugsammlung findet man T4D und B4D der Ursprungsausführung. Und an Werktagen verkehren im Linienverkehr der MVB modernisierte T4D-Großzüge, T4D-Traktionen und ebensolche T6/B6-Züge. Nachdem Silke Schäfer und Andreas Martini die Besucher am »Centralbahnhofe« empfangen hatten, startete für die Rostocker eine T6-Traktion in den Erlebnistag. Dagmar Brüning steuerte den Zug und brachte die Besucher von der Otto-von-Guericke Straße durch die Schleife Neue Neustadt nach Rothensee. Während dieser Tour stellte Heiko Kiep unseren Verein vor und erläuterte in bewährter unterhaltsamer Art, was links und rechts der Strecke zu sehen war. Im Betriebshof Nord wurden dann wohl alle TATRA-Züge, die dort auf den Gleisen hinterstellt waren, fotografiert. Die Akkus und Speichermedien einiger Digitalkameras schwächelten bereits bedrohlich! Mit dem Gotha-Zug steuerte uns Heiko dann über die Agnetenstraße und den Nordbrückenzug in die Hauptwerkstatt Brückfeld. Dort servierte Silke Schäfer Kartoffelsuppe mit Würstchen vor dem Neuzugang der IGNah-Sammlung, dem ex.Magdeburger, ex.Dessauer und nun wieder Magdeburger Schienenschleifwagen (selbst zurückgeholt). Andreas Martini unternahm anschließend mit den Rostockern eine Führung durch die Hauptwerkstatt. Hella Schwenkenbecher und Frank Rückert waren inzwischen von einer Sonderfahrt mit Triebwagen 124 zurückgekommen. Und gemeinsam mit Jürgen Janz und Horst Wiesener hielten sie unterdessen diejenigen bei guter Laune, die nicht mehr so ganz so gut zu Fuß waren und statt Werkstattführung lieber noch der Kartoffelsuppe zusprachen. Und dann, endlich, war wieder TATRA angesagt. Mit Triebwagen 1001 und Beiwagen 2002 beförderte Klaus Cassel die Besuchergruppe über Herrenkrug, Nordbrückenzug, Alte Neustadt und Breiter Weg nach Sudenburg ins Museumsdepot. Dort hatten Silke und Dagmar in Windeseile in der Schmiede Tische, Stühle, Kaffee und Kuchen zu einem eindrucksvollen Ensemble arrangiert. Doch mal ehrlich: Was sind Kaffee und Kuchen gegen T4D und B4D? Nun war für die Nahverkehrsfreunde aus Rostock erneut Wunschzeit angesagt. Sie wünschten sich: TATRA! Nun hat ja insbesondere Heiko das Bestreben, alles rollen zu lassen, was im Museumsdepot Räder hat und auf elektrische Weise fahren kann. Und so wünschten sich unsere Besucher also dann doch, den Hechtwagen kennenzulernen, um dann mit Triebwagen 124 und Beiwagen 352 für eine kurze Verschnaufpause ins Hotel gebracht zu werden. Schon nach 90 Minuten fuhren Triebwagen 23 und der KSW-Beiwagen 243 an der Leiterstraße vor, um die erfrischten Hansestädter wieder abzuholen. Andreas Martini und Dagmar Brüning gaben im Museumsdepot bereits Rauchzeichen mittels Holzkohlegrill. Doch mal ehrlich: Was sind Steaks und Grillwürste, Kartoffelsalat und Baguettebrot gegen T4D und B4D? Einige Rostocker Vereinsmitglieder tauchten jedenfalls erst mit glücklichen Gesichter und vollen Speicherkarten auf, als der Grill schon wieder kalt war. Der Tag klang aus mit einer nächtlichen, von Blitzlichtern erhellten Fahrzeugparade im Depot. Die Rostocker Straßenbahnfreunde waren voll des Lobes, und das, obwohl der Mecklenburger als solcher im Allgemeinen ja nicht so große Worte macht. Wir vom Verein IGNah waren ebenfalls rechtschaffen müde, aber doch auch glücklich, einen gelungenen und erlebnisreichen Straßenbahntag gestaltet zu haben. Einige Getränke und Gespräche (TATRA!) später brachte Andreas die Reisegruppe mit Triebwagen 138 und Beiwagen 300 zurück ins Hotel.

Ralf Kozica

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